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Ansprechpartner

Herr Carsten Laurent
Kreisbereitschaftsleiter

Tel.: 06838/89990

E-Mail.: kbl[at]drk-kv-saarlouis.de

Im Portrait: Helfer und Projekte

Das Deutsche Rote Kreuz hilft jedem, der Hilfe benötigt – und jeder kann helfen! So unterschiedlich die Aufgaben, so unterschiedlich sind auch unsere aktiven Helferinnen und Helfer und ihre Geschichten. Hier möchten wir Ihnen ehrenamtliche Rotkreuzler, ihre Projekte und ganz persönlichen Erlebnisse vorstellen. Finden Sie heraus, was das DRK-Ehrenamt so einzigartig macht – unsere Aktiven verraten es Ihnen gerne!

Brand in Jugendeinrichtung - Großeinsatz für die Rettungskräfte

Nach einer temporeichen Fahrt im Rettungswagen steigen die Einsatzkräfte am Unfallort aus. In wenigen Momenten haben sie die Situation zu erfassen. Dicker, beißender Rauch dringt aus den Fenstern und Türen des Jugendtreffs. Schreie um Hilfe kommen scheinbar von überall. Es ist ein MANV – ein Massenanfall von Verletzten, so der offizielle Begriff innerhalb des Rettungsdienstes.

Die Feuerwehrmänner legen ihre Atemschutzmasken an und stürmen die Einrichtung, um die Jugendlichen und alle anderen in dem Gebäude befindlichen Personen herauszuholen. Draußen dann sind es die Einsatzkräfte vom Deutschen Roten Kreuz, die die Verwundeten, die hustenden Jungen und Mädchen, die traumatisierten und ängstlichen Verletzten entgegennehmen und versorgen. Sauerstoffmasken werden angelegt, Brandwunden versorgt, Infusionen gelegt. Schnelle Entscheidungen müssen getroffen werden: Welche Erstversorgung ist lebenswichtig, wer muss sofort in die Notaufnahme, wer braucht psychologische Betreuung? In Sekunden müssen der Einsatzleiter und seine Kollegen die richtigen und lebensrettenden Entscheidungen treffen – und das alles, während um sie herum der Einsatz seinen Gang nimmt, andere Verletzte versorgt und das Feuer gelöscht werden müssen. Neben der medizinischen Versorgung gilt es für alle Beteiligten immer die organisatorische Kontrolle zu behalten, denn Chaos kann tödlich sein.

Zum Glück ist alles nur Übung - Das Trainingscenter der Landesschulde Nordrhein  (LANO) ist, wie so oft, Schauplatz einer real wirkenden Übungsveranstaltung. Hier in Simmerath werden mit einem vorbildlich praxisnahen Konzept künftige Rettungshelfer, Rettungssanitäter und Rettungsassisten ausgebildet. Für die fachpraktische Ausbildung gibt es eine technisch hervorragende Anlage. Optische und akustische Simulationen, wie Nebelmaschine und Blaulicht, helfen den angehenden Rettungskräften sich in die gespielten Situationen hineinzuversetzen. Die Lernatmosphäre wird mit modernsten Installationen und technischer Raffinesse möglichst realistisch dargestellt und nachgeahmt, damit die Retter auf den Ernstfall vorbereitet werden. Zu den verschiedenen simulierten Details gehört selbstverständlich eine Reihe von Statisten, die die Verletzten erschreckend gut spielen. Neben der Ausbildungseinrichtung nutzen erfahrene Retter vom DRK das Trainingscenter für Fortbildungen und Übungen und auch externe Organisationen können das Gelände mit der ausgestatteten Halle für Übungszwecke mieten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, das Trainingscenter der Landesschule Nordrhein für Filmaufnahmen und Fotoshootings zu buchen.

Der Brand ist gelöscht, alle Verletzten sind versorgt und der Einsatz für die Rettungskräfte beendet. Nach einer anstrengenden Hilfeaktion können der schwere Helm und die schwere Einsatzjacke von den engagierten und selbstlosen Rettern endlich ausgezogen werden.

Zum Glück war alles nur Übung – für dieses Mal.

Foto: DRK
Andreas Geuther und Nachwuchs-Helfer Daniel

Herausforderungen meistern

Man sieht es Andreas Geuther auf den ersten Blick nicht an, aber der 44-Jährige aus Oberau erlebt viele Abenteuer. Mal lässt er sich aus dem Hubschrauber abseilen, mal taucht er in einem See oder rast mit dem Motorboot übers Wasser. Andreas Geuther ist bei der Wasserwacht des DRK. Sein Hobby Schwimmen hat ihn dahin gebracht. Was ihn an der Wasserwacht fasziniert, ist die Verbindung aus Sport und Hilfe. „In keinem anderen Hobby kann man das so gut verbinden.“ Und noch etwas ist ihm wichtig: „Ich will Herausforderungen suchen und meistern.“ Das hat ihm eine stattliche Riege an Ämtern eingetragen. Er ist unter anderem Wasserretter, Rettungstaucher und Motorbootführer. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen organisiert er außerdem den DRK-Katastrophenschutz, eine Aufgabe, bei der er schon mal die Arbeit von 1.500 Helfern koordinieren muss. Und immer geht es ihm nur um eines: Leben retten! Seit über 30 Jahren ist Andreas Geuther nun schon dabei, und seine Kollegen sagen anerkennend über ihn: „Der Mann ist Ehrenamt pur.“

Foto: DRK
Friedhelm Vogelsang auf dem Hövelhof

Freude schenken

Friedhelm Vogelsang ist ehemaliger Bundeswehrsoldat. Jetzt hilft er ehrenamtlich beim DRK: Der 65-Jährige engagiert sich für das einmalige Projekt Behindertenreiten in Nordrhein-Westfalen. Auf dem Hövelhof können geistig und körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beim Reiten ihre Sorgen und Nöte vergessen. „Die Arbeit mit den Kindern gibt mir unwahrscheinlich viel.“ Wenn Friedhelm Vogelsang wieder einmal der kleinen Miriam auf die rotbraune Stute Filia hilft, strahlen beide um die Wette. „Für diese Momente liebe ich meine Aufgabe.“ Der Pensionär kümmert sich liebevoll um seine Schützlinge: Er betreut sie während des Trainings, hilft beim Auf- und Absteigen und spricht während des Reitens mit ihnen. Es ist erstaunlich, welche Wirkung das Reiten auf die verhaltensauffälligen, körperlich oder geistig Behinderten hat: sie entspannen sich, werden ruhiger, Motorik und Gleichgewichtssinn verbessern sich. Das Wichtigste - ob durch große oder kleine Erfolge - die Kinder werden durch das Reiten viel selbstbewusster. Für Friedhelm Vogelsang ein einzigartiges Gefühl.

Foto: DRK
Seine ehrenamtliche Arbeit beim DRK macht Patrick Wagner sichtlich Spaß.

Helfen mit Leidenschaft

Patrick Wagner hat sich spät für eine ehrenamtliche Tätigkeit beim DRK entschieden. Mit 26 Jahren packte ihn die Leidenschaft für den Sanitätsdienst. „Ich wollte neben meinem Job im Büro etwas Sinnvolles in meiner Freizeit tun und Menschen in Notsituationen helfen“, erinnert sich Patrick heute. Als Rotkreuzhelfer kümmerte er sich fortan bei zahllosen Veranstaltungen in „seinem“ Einsatzgebiet Berlin um die kleinen und großen Notfälle. Nachdem er die Ausbildung zum Rettungssanitäter abgeschlossen hatte, war für ihn aber nicht Schluss. Der studierte Politologe hängte seinen Beruf an den Nagel und fing an, Medizin zu studieren. „Die Arbeit beim DRK hat meine Faszination für Medizin geweckt.“ Trotz des zeitintensiven Studiums ist Patrick als stellvertretender Bereitschaftsleiter stets für die freiwilligen Helfer und ihre Probleme da. Außerdem ist er im Rahmen der DRK Kältehilfe aktiv und unterstützt die hauptamtlichen Kameraden des Wärmebusses. „In einer Stadt wie Berlin gibt es viele Menschen, die Hilfe brauchen. Durch mein Engagement beim DRK habe ich die Möglichkeit, die Not einiger zu lindern – ein schönes Gefühl.“

Foto: DRK
Robin Wagener: ein JRK-Urgestein und immer noch mit Feuereifer dabei.

Begeistern und begeistert sein

Robin Wagener ist 29 Jahre alt und schon sein halbes Leben im Jugendrotkreuz aktiv. Angefangen hat alles mit einem Erste-Hilfe-Kurs des JRK an seiner Schule. Vor allem beeindruckt von den Notfalldarstellungen, wollte er am liebsten gleich selber mitmachen. „Zwei Freunde von mir sind sofort ins JRK gegangen, und ich war die ganze Zeit neidisch, weil sie ziemlich spannende Geschichte erzählt haben“, erinnert sich Robin. Ein Jahr später trat er dann selber ein. Seitdem gestaltet er viele interessante Projekte mit: Er gründete zusammen mit Freunden den ersten Schulsanitätsdienst in seiner Region, war Notfalldarsteller und übernahm die Leitung seiner JRK-Gruppe. Heute ist Robin JRK-Bundesleiter und somit das Sprachrohr für die jungen Menschen im DRK. „Mich selbst begeistert besonders, was wir gemeinsam mit jungen Menschen aus anderen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften machen: Zum Beispiel war ich bei einer internationalen Begegnung in Kenia. Trotz aller kultureller Unterschiede und völlig anderer Lebensumstände, haben wir dieselben Ziele - das fasziniert mich. Die Begeisterung und das Engagement der Jugendrotkreuzler überall auf der Welt reißt mich einfach immer wieder mit.“